verzerrtes Selbstbild

Die «Grossen» sind ok, also muss mit mir etwas nicht stimmen.
Das war als Kind eine kluge Überlebensstrategie. So konnten wir die Hoffnung aufrechterhalten, dass alles gut wird, wenn wir uns nur fest genug bemühen.
Diese Überlebensstrategie überlebt häufig bis ins Erwachsenenalter. Sie läuft wie ein Programm unbewusst weiter. Darum fühlt sich das Leben oft so streng an und es folgen immer wieder Ent-täuschungen, obwohl wir doch so hart an uns «arbeiten».
Es ist genau genommen eine Reinszenierung von dem, was wir frühkindlich als «Normalität» erlebt haben. Es ist naheliegend, dass viele Menschen versuchen, ihr Selbstbild mit positiven Affirmationen zu beeinflussen. Viele Coaches arbeiten mit dem Versprechen: "Du musst nur dein Mindset ändern, dann kannst du alles manifestieren".
Aus Sicht des Nervensystems funktioniert das aber nicht – jedenfalls nicht nachhaltig. Es ist noch mehr von: «Ich muss mich nur genug anstrengen, dann …» Es ist ein Arbeiten an der Peripherie.
Nachhaltige Veränderung geschieht nicht allein über den Kopf, nicht durch mehr Anstrengung und nicht durch hartes Arbeiten. Wirkliche Veränderung entsteht durch Präsenz – im Kontakt mit einem Gegenüber, das da bleiben kann.
Ein Gegenüber bei dem dein Nervensystem Sicherheit detektiert. Bei NeuroRe nutzen wir diese Co-Regulation um deinem Nervensystem eine neue Erfahrung zu ermöglichen. Eine Erfahrung die körperlich spürbar, emotional
fühlbar ist und durch wodurch selbstabwertende Gedanken ihre Glaubhaftigkeit
verlieren.
Nicht weil du hart an dir arbeitest, sondern weil du wieder mit dir in Verbindung, auch ganz im Körper bist und so aus dem Potential als Erwachsener schöpfen kannst.
Martin Ledermann, Januar 2026
